Arbeiten von zu Hause

Ich mach dann mal Mittagspause: Wen interessiert´s im Home-Office?

Ein kurzer Blick aus dem Augenwinkel, ein schnelles Hallo im Fahrstuhl oder ein Gesicht durch eine angelehnt Tür. Wer physisch im Büro ist, wird als Mitarbeiter wahrgenommen. Aber wie vermittle ich auch aus dem Home-Office meinen Kollegen und meinem Chef, dass ich bei der Arbeit bin?

Im Prinzip gelten im Home-Office die gleichen Spielregeln wie auch im Büro. Ein kurzes „Hallo, wie geht’s?“ am Morgen – ob digital per Chat oder als kurzer Anruf – signalisiert Kollegen und auch Vorgesetzten meine Anwesenheit am Arbeitsplatz. Die Videokonferenz ist für 10 Uhr angesetzt aber ich habe bereits fünf Minuten vorher Zeit? Warum nicht einfach schon einwählen und die Kollegen vor dem Meeting „treffen“. Damit signalisiere ich, dass ich mein Zeitmanagement auch im Home-Office im Griff habe und ich pünktlich bin. Eine Eigenschaft, die auch im Büro gern gesehen ist. 

Wer früher geht oder später anfängt, sagt Bescheid oder kündigt dies besser noch mit entsprechendem Vorlauf an. Steht ein Zahnarzttermin am nächsten Morgen an, sagt man Kollegen und auch dem Chef am Vortag Bescheid. Sollen am Freitag ab mittags die Überstunden abgebummelt werden, ist auch das abzusprechen und anzukündigen. Dem Arbeitsplatz – gleich ob im Büro oder zu Hause – einfach ohne Ankündigung fern zu bleiben, sorgt nicht nur für Misstrauen sondern kann Konsequenzen haben.

Regeln der Erreichbarkeit zu vereinbaren und sich auch daran zu halten sollte selbstverständlich sein und ist für das Zeitmanagement im Home-Office essentiell. Mit modernen Arbeitsmitteln ist die Erreichbarkeit im Home-Office quasi rund um die Uhr gewährleistet. Und wenn für das Büro eine Kernarbeitszeit definiert ist, so gilt diese natürlich auch für das Home-Office. Feste Zeiten der Erreichbarkeit zu definieren, hilft, Transparenz in die Arbeit zu bringen, gibt auf der anderen Seite aber auch Struktur, sich nicht in der Arbeit zu verlieren. Denn Feierabend bedeutet auch im Home-Office Feierabend. 

Ob jeden Mittag ein digitales „Mahlzeit“ aus dem Home-Office schallt, hängt zum einen von der eigenen Kommunikationsfreudigkeit ab und zum anderen von den Gepflogenheiten. Möchte man die Mittagspause ungestört verbringen, schadet es in jedem Fall nicht, um die Mittagszeit einen Blocker im Kalender einzutragen oder zumindest zu Beginn dem engsten Kollegen Bescheid zu geben. Wichtig ist, sich vor allem im Home-Office an- bzw. abzumelden und mit den Kollegen und dem Vorgesetzten im Austausch zu bleiben. Denn Kommunikation schafft Vertrauen – auch im Home-Office – und zwar von und zwischen allen Beteiligten. 

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